Das Christentum sei „in seinen grundsätzlichen Ansichten keineswegs gemäßigter als der Islam“ schreibt Vince Ebert in einem ansonsten weitestgehend zu unterstützenden Beitrag auf der Achse des Guten. Kann man sowas tatsächlich behaupten, wo der Gründer der einen Religion offensichtlich eher ein Hippie und der der anderen eher ein Warlord war? Der eine Prophet hat Karawanen überfallen, politische Gegner töten, Massaker durchführen lassen (627 in Medina), hat seinen Herrschaftsbereich mit militärischer Gewalt vergrößert und darin eine totale Macht ausgeübt. Der andere hat gepredigt man solle sich wenn nötig tüchtig verhauen lassen, nur bloß keine Gewalt anwenden und dem Kaiser geben was des Kaisers ist… Parallelen gibts bestimmt und vielleicht lese ich zu viel in die wenigen Sätze hierzu hinein, aber das in unterschiedlichen Formen immer wiederkehrende Postulat der Gleichheit der Religionen nervt einfach bei so offensichtlichen Differenzen.
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