„Allah u akbar!“

„Gott ist groß“ riefen die Angreifer am Wochenende beim Massaker an über 500 Christen in Nigeria

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Alles dat selbe?

Das Christentum sei „in seinen grundsätzlichen Ansichten keineswegs gemäßigter als der Islam“ schreibt Vince Ebert in einem ansonsten weitestgehend zu unterstützenden Beitrag auf der Achse des Guten. Kann man sowas tatsächlich behaupten, wo der Gründer der einen Religion offensichtlich eher ein Hippie und der der anderen eher ein Warlord war? Der eine Prophet hat Karawanen überfallen, politische Gegner töten, Massaker durchführen lassen (627 in Medina), hat seinen Herrschaftsbereich mit militärischer Gewalt vergrößert und darin eine totale Macht ausgeübt. Der andere hat gepredigt man solle sich wenn nötig tüchtig verhauen lassen, nur bloß keine Gewalt anwenden und dem Kaiser geben was des Kaisers ist… Parallelen gibts bestimmt und vielleicht lese ich zu viel in die wenigen Sätze hierzu hinein, aber das in unterschiedlichen Formen immer wiederkehrende Postulat der Gleichheit der Religionen nervt einfach bei so offensichtlichen Differenzen.

Fritz=Anton=Peter

„Religiosität macht tolerant“ heißt es heute im Tagesspiegel. Wie gewöhnlich ohne weitere Differenzierung. Islam=Christentum=Judentum. Käme eigentlich jemals jemand auf die Idee, derart allgemeine Aussagen auch über politische Weltanschauungen zu treffen? Anarchismus=Kommunismus=Liberalismus!?

Weltweite Proteste gegen Blasphemie

Die Skulptur eines deutschen Künstlers, die einen gekreuzigten Frosch darstellt und in einer Ausstellung in Rom zu sehen ist, löste in den vergangenen Tagen weltweite gewalttätige Proteste aus.

In Brasilien wurden Brandsätze auf eine deutsche Botschaft geschleudert, in Spanien wurde das Büro einer Künstlervereinigung angegriffen. Auf einer Großdemonstration in Rom wurden Puppen des deutschen Künstlers verbrannt, der den christlichen Propheten beleidigt hatte. Eine christliche Gruppierung aus den USA hat ein Kopfgeld von einer Million Euro für die Ermordung des deutschen Künstlers ausgesetzt, der jedoch schon 1997 verstorben ist. Caritas Deutschland ruft dazu auf, den bewaffneten Kampf für die Befreiung des Christentums wieder aufzunehmen.
Vertreter der Bundesregierung und des Europaparlaments riefen zu Besonnenheit auf, äußerten jedoch Verständnis für die Proteste: „Wer in solch respektloser Weise die Gefühle von Millionen friedliebender Gläubiger verletze, müsse sich über derartige Reaktionen nicht wundern“.
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