Merkel bei Erdogan

Respekt Frau Merkel!

Respekt für den Mut ein weiteres Mal in die Türkei zu reisen und unverblümt auszusprechen, was viele denken aber nur wenige zu sagen wagen: Dass die Türkei in der EU als volles Mitglied unerwünscht ist. Und das im Angesicht eines tief in völkisch-nationalistisch-islamistischem Denken verhafteten politischen Bullterriers. Auch wenn ein Beitritt volkswirtschaftlich große Vorteile mit sich bringen mag, kulturell wäre er eine Katastrophe. Einem Staatenbund, dessen Bevölkerungen aus demographischen Gründen ohnehin schon kontinuierlich muslimischer werden und der im Laufe des Jahrhunderts z.T. muslimische Bevölkerungsmehrheiten haben wird, noch ein muslimisches Land hinzuzufügen, das zum Zeitpunkt einer Aufnahme wohl schon bevölkerungsreichstes Mitglied wäre, wäre unverantwortlich. Als ob wir nicht so schon genug Probleme mit dem Islam hätten.

Gegen Integration

Erdogan hatte gesagt, Assimilation sei „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit„. Der Vorsitzende der türkischen Gemeinde lehnt nun den Begriff „Integration“ ab. Es gehe viel mehr um Partizipation. Eine Bringschuld auf Seiten der türkischen Community sieht er nur im Erwerb höherer Bildung. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die neue Sprachregelung sich durchsetzt…

Erdogan und die Israellobby

In seiner Rede in Köln ermuntert Erdogan seine Landsleute: „Manche Gemeinschaften sind in der Lage, auch wenn sie nur aus einer Handvoll Menschen bestehen, basierend auf ihrem intensiv betriebenen Lobbyismus, die Politik eines jeden Landes, in dem sie sich befinden, zu beeinflussen.“ Ob er da wohl auf die angeblich so mächtige „Israellobby“ anspielt?