Überraschung!

Dem im September und Oktober als Rassist beschimpften und mit Hitler in eine Reihe gestellten Thilo Sarrazin wurde nun gerichtlich bescheinigt, mit dem umstrittenen Interview keine Volksverhetzung begangen zu haben. Macht aber nix. Der Ruf ist längst ruiniert, das Gerichtsurteil schaffts nur auf die hinteren Seiten und Nachahmer sind nachhaltig abgeschreckt… (Aber das Interview ist immer noch gut!)

Der Rassismusvorwurf gegen Sarrazin nervt langsam

…denn er ist schlicht: dumm. Denn Sarrazin begründet seine Beobachtungen an keiner Stelle biologisch. Die Feststellung von Unterschieden im Erfolg verschiedener Migrantengruppen bzw. Gesellschaften ist zunächst nichts anderes als schlichte Beobachtung und die Herstellung eines Zusammenhangs zu unterschiedlichen Mentalitäten ist nichts anderes als plausibel.

Wenn in einer Gesellschaft etwa Sekundärtugenden wie Fleiß und Pflichtbewusstsein oder Leistungsbereitschaft besonders hoch bewertet werden, hat das sicherlich irgendwelche Folgen. Wahrscheinlich wird es vermehrt z.B. Leistungsdruck geben (der von links ja auch gerne an dieser Gesellschaft kritisiert wird), vermutlich aber auch volkswirtschaftlich mehr Erfolg als in einer Gesellschaft, in der diese Werte gering geschätzt werden.

Wenn in einer anderen Gesellschaft sich vielleicht ein zyklisches Geschichtsverständnis durchgesetzt hat, mag das womöglich eine sehr entspannte Grundstimmung begünstigen, vielleicht aber auch zu vergleichsweise wenig visionären neuen Ideen und Fortschritt führen.

Es ist doch unbestritten und geradezu ein Charakteristikum verschiedener Kulturen, dass es verschiedene Sichtweisen auf die Welt gibt und dadurch es zumindest zu Verschiebungen in Werten und Einstellungen kommt – und dass diese wiederum irgendwelche Folgen haben liegt auf der Hand.

Wenn sich irgendwann in Südamerika – aus welchen Gründen auch – eine Religion durchgesetzt hat, deren Götter zahlreiche Menschenopfer gefordert haben… dann war das vielleicht eher ungünstig für die freie Entfaltung des Individuums. Wenn in Nordeuropa vielleicht lange Zeit eine Schuster-bleib-bei-deinen-Leisten-Mentalität geherrscht hat, war das vermutlich auch wenig innovationsfreundlich. Wo alle denken: Schaffe-schaffe-Häuslebaue ist das möglicherweise günstig für die Bauwirtschaft…

Eigentlich ist es viel zu banal, das benennen zu müssen. Verschiedene Philosophien, Religionen, Sichtweisen setzen sich an verschiedenen Orten aus welchen Gründen auch immer unterschiedlich stark durch und führen zu verschiedener Mentalität und eben auch zu verschiedenen gesellschaftlichen Ergebnissen. Wenn über Generationen hinweg in einer Gruppe Bildung aus irgendwelchen philosophischen Sichtweisen heraus einen sehr hohen Stellenwert hat… – muss es dann wundern, wenn irgendwann der durchschnittliche IQ dieser Gruppe höher liegt als der einer Gruppe, in der vielleicht das Individuum sich sehr stark dem Kollektiv unterzuordnen hat?

Vielleicht wird es für Multikulti-Romantiker leichter verdaulich, wenn man darauf hinweist, dass Kulturen dynamisch sind und es sich letztlich historisch um Momentaufnahmen handelt. Heute ist der westliche Kulturraum vermutlich der Humanste. Vor 500 Jahren war er das wahrscheinlich eher nicht…! Vor 3000 Jahren gab es im Mittleren Osten Hochkulturen, als in Nordeuropa die Leute noch in der Steinzeit verfangen waren. Und in 1000 Jahren haben wir vielleicht in Afrika besonders zivilisierte Zustände und hier wieder Barbarei. Was soll das? Es ist doch kein Rassismus, zu benennen, dass gegenwärtig im arabischen Raum eine Kultur herrscht, die offensichtlich der freien Entfaltung des Individuums wenig Gewicht beimisst.

Im Gegenteil! Es ist wichtig, das zu benennen um zu einer Verbesserung zu kommen! Der Vorwurf des Rassimus führt in diesem Fall nur zu einer Konservierung archaischer Verhältnisse.

(Das ganze Sarrazin-Interview gibts hier!)

Support Sarrazin!

Der eigentliche Skandal um die Äußerungen von Thilo Sarrazin sind die Reaktionen darauf. Denn der Hinweis auf einen unterschiedlich großen Erfolg verschiedener Einwanderergruppen ist kein Rassismus sondern das Ergebnis von Beobachtung. Und die Behauptung, dass Diskriminierungen entscheidende Ursache für Misserfolg wären, wird (neben den Beispielen Sarrazins) erheblich entkräftet auch etwa durch den regelmäßigen Erfolg von chinesischen Migranten in verschiedenen Ländern, die zum Teil sogar noch unter antichinesischer Pogromstimmung überdurchschnittlich produktiv sind. Auf einen Zusammenhang zwischen Kultur und Erfolg hatte schon Max Weber hingewiesen. Aber einer unvoreingenommenen Untersuchung kultureller Ursachen für den relativen Misserfolg muslimischer Migranten steht heute eine Diskursherrschaft entgegen, die dazu tendiert, jedes kritische Nachfragen gegenüber Nichteingeborenen – insbesondere gegenüber Muslimen – als Rassimus zu diffamieren. Meist umso lauter, je unbegründeter der Vorwurf ist.