Über

Für alle, die versuchen, diesen Blog einzuordnen: ich bin nicht rechtsradikal sondern fühle mich den Menschenrechten verpflichtet. Dies allerdings ziemlich ausschließlich. Dort wo den Menschenrechten zuwider gehandelt wird, muss interveniert werden. Ich richte mich also gegen alle Ideologien, Einstellungen etc., die im Konflikt zu den Menschenrechten stehen. Dabei interessieren mich am meisten solche, die großen Einfluss haben. Deshalb ein Schwerpunkt auf dem Islam. Dieser steht in Theorie und Praxis vielfach im Konflikt zu den Menschenrechten und hat quantitativ sowohl global als auch in Europa eine große Bedeutung. Aufgrund demographischer Entwicklungen ist dabei hierzulande erstmal von einer weiteren Zunahme dieser Bedeutung auszugehen. Deshalb muss hier auch umfangreich und laut kritisiert werden.

Da die Menschenrechte in der Verfassung abgebildet sind, wie auch in den Verfassungen anderer demokratischer Staaten, stehe ich grundsätzlich hinter diesen Verfassungen – was Kritiken im Einzelfall nicht entgegen steht. Es scheint, dass alle anderen bisher vom Menschen erreichten Gesellschaftsformen viel weniger menschlich und zu einem großen Teil barbarisch waren. Das Maß an individueller Freiheit bei gleichzeitiger materieller Sicherheit ist hier und heute unvergleichlich hoch. Das steht keiner kritischen Auseinandersetzung im Wege, relativiert sie jedoch. Weil ich diesen hohen Standard erhalten möchte, richte ich mich auch gegen sozialistische und sozialrevolutionäre Strömungen, die das Bestehende beseitigen und i.d.R. ersetzen wollen durch ein kollektivistisches System, in der die Freiheit des Individuums einer materiellen Gleichheit geopfert wird, die ich als solche für nicht erstrebenswert halte. Als besonders widerlich empfinde ich dabei das Nichtthematisieren und Verschweigen der zahllosen Todesopfer der realen Sozialismusversuche, die mit jeder Revolution gestiegen ist und quantitativ sogar die Opferzahlen des Nationalsozialismus übersteigt.

Ich halte den Wohlstand unserer Gesellschaft auch nicht in erster Linie für das Ergebnis von Ausbeutung, wie es in der Linken gerne heißt. Ich denke, dass eigentlich offensichtlich ist, dass etwa der Kolonialismus eine weitaus geringere Bedeutung hatte als die Erfindungen von  Dampfmaschine und Glühbirne. Die über Reformation und Aufklärung erkämpfte Freiheit des Individuums – die solchen Fortschritt erst ermöglicht – ist der Motor des Wohlstandes. Zudem gibt es eine Reihe von Staaten – etwa in Fernost – die ehemals kolonisiert waren, sich für Marktwirtschaft und Demokratie entschieden haben und heute ebenfalls wohlhabend sind.

Scheiße… klingt irgendwie fast nach FDP, wa? Mmh…

5 Antworten

  1. Achja der Blick von Jaffa nach Tel Aviv ist einfach ein tolles Motiv! (mein Gott das reimt sich)

  2. 1. Zu den Menschenrechten gehört auch das Recht auf die eigene Religion. 1,5 Mrd. Menschen sind Muslime, die einen streng gläubig, die andern weniger streng. Gilt für diesen beträchtlichen Teil der Menschheit, der den Koran für Gottes Wort hält, das Recht auf freie und gleichberechtigte Religionsausübung nicht?

    2. Die meisten Muslime interpretieren den Koran „sanfter“ und friedlicher als die Fundamentalisten. Sie, G3ro, schlagen sich auf die Seite der Fundamentalisten und ihrer Interpretation des Koran, so scheint es.

    3. Wir Menschen sind zuerst einmal soziale Wesen, und unser Individualismus ist ein spätes und nicht unproblematisches Produkt unserer Gesellschaft. – Soviel zu Ihrem individualistischen Bekenntnis.

  3. 1. Selbstverständlich hat jeder Mensch das Recht zu glauben, was er gerade für richtig hält (genau genommen gehts ja nicht mal anders!). Auch darf jeder beten zu wem er will oder rituell handeln oder was man auch meint tun zu müssen. Aber das ist ein Recht des Einzelnen, des Individuums. Sobald jemand anderes von diesem Handeln betroffen ist, erfährt die Freiheit natürlich ihre Grenzen in der Freiheit des Nächsten.

    Also freie Religionsausübung selbstverständlich nur in diesem Sinne begrenzt. Man braucht sich nur vor Augen zu halten, dass es z.B. in Südamerika lange Zeit Religionen gegeben hat, die in hoher Zahl das rituelle Opfern von Menschen gefordert haben. Natürlich kann man keiner Gemeinschaft die religiöse Freiheit gewähren Massaker durchzuführen.

    Bei der Formulierung der Verfassung und der Menschenrechte vermute ich tatsächlich, hatten die Autoren diese Problematik nicht deutlich genug vor Augen, so dass sie keine einschränkenden Nebensätze hinzugefügt haben. Letztlich ergeben sich die Einschränkungen aber auch aus den vorangestellten höherrangigen Artikeln.

    Auch innerhalb des Islam gibt es sehr offensichtlich umfangreich religiös begründete Handlungen, die nicht akzeptabel sind. Und natürlich kann man auch hier nicht mit der Religionsfreiheit argumentieren. Beispielsweise das Recht einer Frau über ihren Körper selbst zu bestimmen wiegt selbstverständlich höher als irgendwelche religiösen Sichtweisen ihres Umfeldes, die den Körper dieser Frau betreffen.

    2. In der klassischen herrschenden Lehrmeinung gilt Muslimen der Koran nach wie vor als das unveränderte direkte Wort Allahs. Der Koran ist also kein Buch ÜBER Allah, sondern ein Buch VON Allah. Es gab Zeiten, da hat Allah seinem Propheten befohlen, nett zu Nichtmuslimen zu sein und Zeiten, da hat er deren Tötung verlangt.

    Wenn Muslime heute nett sind, muss das daher leider nicht unbedingt viel heißen. Z.B. fordert Tarik Ramadan offen ein „Moratorium“ für Steinigungen. Er lehnt sie also nicht grundsätzlich ab, sondern hält sie nur zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Europa für nicht angemessen – und wird in großen Teilen der Öffentlichkeit als Reformer gefeiert!

    Wer an Allah glaubt und den Koran für sein Wort hält, der glaubt auch, dass es zumindest einen Zeitpunkt gab, zu dem es richtig war dass Allah gesagt hat: dass Ungläubige schlechter als Vieh sind, dass man Ungläubige töten soll, dass Verführung zum Unglauben schlimmer als Töten ist, dass Männer über Frauen stehen, weil Allah das so eingerichtet hat …

    Wer den Koran für das Wort Allahs hält – und das tun die meisten Muslime – den betrachte ich in der Tat als mindestens potentielle Gefahr. Und im eigentlichen Wortsinne ist so jemand natürlich auch Fundamentalist

    3. Mit Individualismus meine ich nicht Egoismus. Ich meine die Freiheit des Einzelnen über sich selbst zu bestimmen bis zu den Grenzen des Nächsten. Das entbindet uns nicht von der Verantwortung die wir als soziale Wesen füreinander haben.

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